Grundumsatz berechnen

Es ist enorm wichtig, seinen Grund- und Leistungsumsatz zu kennen, denn so kann man sich ein Gesamtbild seines Energieverbrauchs machen. Und wenn man auch noch seinen Energiezufuhr kennt (bzw. unter Kontrolle hat), hält einem nichts mehr vor seinem Idealgewicht.

Der „Ruheenergiebedarf“ oder „Grundenergieumsatz“ ist die Energie bzw. der Kalorienverbrauch, den der Körper für die Erhaltung (Homöostase) benötigt. Funktionen wie das Atmen, Blutkreislauf, Verdauung und Thermoregulation werden für den Grundumsatz aufgewendet, also die essentiellen Funktionen um zu überleben.

Bevor ihr euren Leistungsumsatz (=Grundumsatz + Arbeitsumsatz) berechnet, empfehle ich euren Grundumsatz zu berechnen. Dieser erleichtert die Bestimmung der Kalorien für eine anstehende Diät. Da der Leistungsumsatz, je nach Tätigkeit und Individuum stark variieren kann, ändert sich der Grundumsatz kaum. Daher empfehle ich die Kalorien nur knapp über diesem Wert zu setzen, sollte man eine Diät halten.

Grundumsatz berechnen

Es gibt heutzutage etliche kostenlose Tools im Internet, die den Grundumsatz berechnen wie das von fitforfun.de. Doch manche Sportler bestehen darauf, es selber zu berechnen.

Neben unzähligen kostenlosen und unkomplizierten Onlinerechnern (zu empfehlen) gibt es natürlich auch vier Formeln, die den Grundumsatz berechnen. Die Formeln sind akkurat und werden immer noch regelmäßig angewendet. Viele Mathematiker werden sich darüber erfreuen, doch ich persönlich stehe zu meiner Dyskalkulie und bevorzuge die moderne Technik zur Auswertung.

Die gängigste Formel dürfte die Harris-Benedict-Formel sein.

Grundumsatz berechnen

gestohlen von Onkel Wikipedia

Diese Formel wird immer noch häufig in der Ernährungsmedizin verwendet und gilt als die genaueste.

Die Broca-Index-Anpassung gilt als überholt und ungenau, da sie nur das Normalgewicht berücksichtigt. Bei übergewichtigen Menschen (BMI +30) verwischt diese Formel bereits, weshalb sie auch nicht immer verwendet werden sollte.

Grundumsatz berechnen

Grundumsatz berechnen kompliziert gemacht

Die Mifflin-St.Jeor-Formel wurde 1990 speziell für die Lebensstiländerung der letzten 100 Jahre entwickelt (ja wir Menschen sind fauler geworden) und ist um 5% genauer als andere Formeln.

Grundumsatz berechnen

Grundumsatz berechnen „leicht gemacht“

Die letzte Formel ist mehr eine Abschätzung, als eine direkte Formel. Ein Widerspruch für die mathematische Genauigkeit. Doch der Grundumsatz variiert meist nur minimal und kann demnach auch gut abgeschätzt werden. Man nimmt nämlich an, dass der Mensch pro Kilogramm Körpergewicht je 24 Stunden ca. 25 Kalorien verbraucht. Daraus leitet sich diese Formel ab:

Grundumsatz berechnen

komplex und einfach

Ich möchte euch keineswegs mit diesem Wirrwarr langweilen oder strapazieren. Ich möchte euch nur aufzeigen, wie viel Arbeit in der Gesundheitswissenschaft steckt. Körper, Ernährung, Bewegung und Lebensstil sind so komplex, dass wir auch nach Jahrhunderten immer wieder neue Dinge entdecken.

99% der Menschen werden diese Formeln nie anwenden, zumal es bereits mit wenigen Klicks auf den richtigen Webseiten berechnet wird. Doch es ist wichtig aufzuzeigen, wie tief die Materie in Wirklichkeit ist. Vor allem zu einem so wichtigen Subjekt.

Was könnt ihr mit dieser Information anfangen?

Den Grundumsatz zu berechnen ist ausschlaggebend. Das ist nämlich der Punkt um euren Leistungsumsatz und euren Kalorienbedarf zu erfassen. Dieses Ergebnis hilft euch nämlich bei der Gewichtszunahme, -abnahme oder -erhalt. Keines dieser Punkte wird erfolgreich verlaufen, wenn ihr diese Zahlen nicht kennt. Im besten Fall zählt ihr eure konsumierten Kalorien um das perfekte Ergebnis zu erzielen.

Die Liebe steckt im Detail. Vor allem in der Ernährung, die als die schwerste Disziplin in Sachen Fitness und Gesundheit gilt. Versimpelt euch den Prozess, ihr müsst nur euren Grundumsatz berechnen und Leistungsumsatz kennen. Nun könnt ihr eure Kalorien je nach Bedarf und Ziel anpassen.

Der Rest hängt nun von eurer Disziplin und Ausdauer ab, aber ich bin zuversichtlich und glaube an euch. Wenn ihr es nämlich geschafft habt solche trockenen Formeln durchzulesen (und vielleicht sogar zu berechnen), dann steht euch nichts mehr im Weg.

„Ihr seid niemals stark genug!“