Warum Mobility, Faszientraining und Dehnübungen essentiell sind!

Spätestens nach dem 1. Trainingsjahr hört man Klagen über schmerzende Gelenke, Schulterinflammationen und Rückenschmerzen. Etwas paradox wenn man bedenkt, dass viele mit dem Sport beginnen um genau diese Probleme zu beheben/vermeiden. Ursachen sind einseitige und falsche Bewegungen, die durch Unwissenheit ausgeübt werden.

1000 Sätze Bankdrücken führen selbstverständlich zu Schulter und Brustverkürzungen, wenn diese nicht durch die Antagonisten (in diesem Fall die Rhomboiden) getragen werden können. Doch auch da würden auf Dauer 1000 Sätze Facepulls und Klimmzüge nur bedingt helfen. Auch wenn die Muskulatur selbst simpel sein mag, ist der Bewegungsapparat doch recht komplex.

Selbst starke Muskeln können verkürzen, „verkleben“ und auch zu schwach für den Gegenpart sein.

Schwarz/Weiß denken ist ziemlich gängig im Krafttraining (wie in jedem anderen Bereich des Lebens auch). Es gibt nicht nur viele Fehlinformationen, die verschwitzt im Gym weitergereicht werden, sondern auch Infos die auf Dauer zu Schäden führen. Ein toxischer Brauch unter den „Pumpenden“. Falsche Informationen wird es immer geben und das ist auch kein Beitrag um diese zu bekämpfen.

Mir geht es darum, dass ihr euren Körper so effizient, stark und frei von Schmerzen wie möglich „baut“. Und lieber macht man in dieser Hinsicht zu viel, als zu wenig. Denn zu wenig (im schlimmsten Fall keine körperliche Aktivität) führt zu mindestens 90% der Fälle zu Schmerzen. Und wir reden dabei nicht mal von den anderen Vorteilen wie Wohlbefinden und mentale Stärke.

Wer also Schmerzen und vielleicht sogar Verletzungen vermeiden möchte, beginnt am besten jetzt mit den richtigen Übungen. Mobility und Faszientraining dürfte für viele bereits ein bekannter Begriff sein. Und „the Hype is real“. Es ist um ehrlich zu sein auch eines der wenigen Hypes die wirklich etwas bezwecken. Auch die komisch wirkenden Tools sind kleine Wunderutensilien.

Mobility

Der Schmerz und Wohlgefühl bringende Foam Roller!

Wir nehmen unter die Lupe, welche großartigen Vorteile dieses spezielle Training bringt. Faszientraining, Mobility- und Dehnübungen haben folgende Hauptnutzen:

  • lockern Muskeln
  • eliminieren Muskelschmerzen
  • erhöhen den Bewegungsumfang (endlich ATG Squats)
  • führen zu geschmeidigen Gelenken (= flüssigere Bewegungen)
  • korrigieren Körperhaltungsschäden
  • schützen vor Verletzungen
  • beseitigen Inflammationen
  • stärken tiefliegenden Muskeln
  • massieren verklebtes Gewebe weg
  • sind ein perfektes Warm-up für intensives Training uvm.

Aufgelistet sind nur ein kleiner Teil der mit sich bringenden Vorteilen und die sind bereits gigantisch. Das das Krafttraining alleine nicht reicht, habe ich oft erwähnt. Doch dass es falsch geplant sogar zu Schäden führen kann, kann ich nicht oft genug erwähnen. Stärke liegt nicht nur in der Kunst schwere Gewichte zu stemmen, sondern auch darin sie gut und schmerzfrei zu stemmen.

Ein geschmeidiger Körper ist effizient und sorgt dafür, dass Bewegungen besser und mit weniger Aufwand ausgeführt werden können. Ein ideales Szenario für jeden Athleten. Jeder Sportler möchte wenig Energie für maximalen Output aufwenden. Das funktioniert auf langer Sicht nur mit guten Bewegungsmustern.

Mobility

Dieses Diagramm (die Studie findet ihr hier)  zeigt, dass Muskelkater durch Faszientraining deutlich gesenkt werden kann. Der schwarze Balken weist den Muskelkater 48 Stunden nach dem Training und ohne zusätzliches Mobility/Faszien Training auf. Der graue Balken zeigt die Intensität des Katers mit Mobility auf. Die Schmerzen wurde nach zwei Tagen um etwa 50 % reduziert.

Eine große Sache, vor allem wenn man erwägt, in diesem Zeitfenster wieder zu trainieren. Unerlässlich für Vieltrainierende und Leute die keinen Bock auf Muskelkater haben 😉

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